Friendships of convenience – Zweckfreundschaften

When Boko Haram pledges loyalty to IS or IS admits the planning of a terrorist attack in retrospect, there may be an impression of a worldwide terroristic cooperation. But this is wrong. Boko Haram welcomes everyone who plays their own rules. Those imply internet propaganda. And IS is an expert in this one.

The loyalty pledged is therefore no true union but has the idea of increasing fear in the western world. Public videos are the best way to reach everyone and show off. Also, IS will probably admit every other attack like Charlie Hebdo in the future (although there is still no proof that the planning was led by IS).

Both Boko Haram and IS are quickly raising stars in the terror scene. An union is unlikely to emerge at the moment because both have a strong will for reputation and a different organizational structure. As well as pursuing varying aims both wish for their own pool of achievements. This means there is the threat of multiple semi-dangerous attacks but not the threat of a worldwide network of terror cells.

The internet is becoming a tool for islamistic terrorists. The western world must differenciate and must not panic. A cyber attack is not a real attack as there is no one really harmed. Following this scheme internet propaganda must not get the attention terrorists want it to get. Because the best way to fight subjection is to fight intimidation.



Wenn Boko Haram dem IS die Treue schwört oder sich der IS erst im Nachhinein zu einem Anschlag bekennt, dann wirkt es wie ein weltweiter Zusammenschluss von Terrorzellen und -organisationen. Aber so ist es nicht. Für Boko Haram ist jeder ein gerngesehener Mitspieler, der nach ihren Regeln spielt. Eine dieser Regeln ist die Internetpropaganda. IS ist hier Experte.

Der Treueschwur hat deshalb nichts mit aufrichtiger Ehre oder Zusammenarbeit zu tun, sondern hat den Hintergedanken, dass die Angst in der westlichen Welt noch mehr durch öffentliche Bekundungen dieser Art geschürt werden kann. Genauso wird sich der IS auch zu jedem weiteren Anschlag à la Charlie Hebdo (bei dessen Anschlag bis heute keine konkrete Verbindung zum IS bestätigt wurde) dankend bekennen.

Boko Haram und IS sind rasch aufsteigende Zellen in der Terrorszene. Ein Zusammenschluss ist momentan noch undenkbar, weil beide noch einen starken Geltungszwang haben, in ihren Strukturen unterschiedlich sind und eigene Ziele verfolgen sowie eigene Erfolge verbuchen wollen. Es besteht also die Gefahr von multiplen mittleren Bedrohungen, aber nicht von einer weltweit vernetzten Terrororganisation.

Internet wird für Islamisten zum Werkzeug. In der westlichen Welt ist es wichtig, zu differenzieren und nicht in Panik zu verfallen. Eine Cyber-Attacke ist im Grunde keine Attacke, weil keiner zu Schaden kommt. Internetpropaganda muss deshalb auch nur mit halb so viel Aufmerksamkeit verfolgt werden. Wir sollten uns dem Terror nicht unterwerfen, sondern ihn bekämpfen.

Truth and Perception – Wahrheit und Wahrnehmung

I follow UN Women on Facebook. I do support the demand for womens’ rights, especially in poorly developed countries, in order to fully take advantage of the potential women provide.

Yesterday I stumbled over a post by UN Women with a link to this website (see also post further down):

Give mom back her name_ #MyMothersNameIs _ UN Women – Headquarters_2015-04-04_10-29-04

Sounds like a decent project at first sight.But many things that confuse us about Islam and its mentality is just something symbolic. Preventing to address women with their first name does not hurt them, yet we do not understand why this is a taboo as UN calls it. The only thing I do not understand in this case is something else: why does UN pretend this is violence against womens’ rights?

The truth is, arabic girls are addressed with their first name even when they have already married and even in public. Once women give birth to a son, it is an act of respect to change her first name into “Umm [name of first son]”, which is Mother of her first son. In her autobiografic novel “Mornings in Jenin” Susan Abulhawa recalls a moment like this with pride. Not as if she was deprived of a human right.

Maybe it would be reasonable to ask for the rights arabic women wish for in advance to establishing a project like this. ‘Give mom back her name’ is just reinforcing the western world’s belief that arabic women have no value by keeping up the perception of fighting against injustice which is nothing but an expression of respect.


Ich folge UN Women auf Facebook. Ich finde den Kampf für Frauenrechte wichtig, vor allem in nicht weit entwickelten Ländern, um das Potential, das Frauen bieten, voll und ganz auszunutzen.

Gestern stolperte ich dann über diesen Post von UN Women (siehe auch oben):

Hört sich zunächst mal an wie eine gute Sache. Vieles, das uns am Islam und an der Mentalität des Nahen Ostens verwirrt, ist ja oft nur etwas Symbolisches. Mütter nicht mit ihrem Vornamen anzusprechen, tut ihnen nicht weh, wir verstehen aber nicht, wieso es ein “Tabu” (wie auf der UN Website zu sehen ist) sein soll. Ich verstehe in diesem Fall etwas anderes nicht: nämlich wieso die UN mit dieser Initiative so tut, als sei dies ein Verstoß gegen die Rechte der Frauen.

In Wahrheit werden arabische Mädchen und junge Frauen – auch wenn schon verheiratet – mit ihrem Vornamen angesprochen. Auch in der Öffentlichkeit. Mit der Geburt des ersten Sohnes wird, um der Geburt eines Stammhalters Respekt zu zollen, ihr Rufname zu “Umm [Name des Erstgeborenen]”, also Mutter des Erstgeborenen. Im autobiografischen Roman “Während die Welt schlief” erzählt Susan Abulhawa stolz von einem solchen Moment. Nicht so, als sei ihr damit etwas weggenommen worden.

Vielleicht wäre es also sinnvoll, vor der Etablierung eines vermeintlichen Projektes für die Rechte von arabischen Frauen zu identifizieren, welche Rechte sich arabische Frauen wünschen. Dieses Organisation bestärkt nur den Glauben in der westlichen Welt, eine arabische Frau habe keinen Wert, indem sie vorgibt für Rechte zu kämpfen, die in Wahrheit Ausdruck von Respekt sind.

Houthis, Saudis, Oil – Huthis, Saudis, Öl

Lately, a newsfeet popped up in German media. War and Houthi rebellions in Yemen, Saudis crash in. This came up quite of a sudden, one can think. But the most striking fact about this upcoming war is – as usual – the economic background that might have driven the Saudis to intervene.

This Saudi intervention might be remarkable, as they detained from supporting to fight ISIS recently. A reason for this is surely that Houthis do not really fit into the Saudi religious idea, being Shiitic Zaidists and not Sunni. But, for example, one of the Houthis’ demand in Yemen is the control of the region of Marib, which is a flourishing oil area in Yemen. Might be a good idea to recruit some Saudi soldiers to stop that, right? And of course, no one is preventing them from this.

Houthis are rebels who kill innocent people and just as the weak Yemeni government do not meet the deals they wanted to make with their rulers. They have to be stopped befor turning into another terror group without themselves even being aware of it. But would it not be better to have a UN, Nato or united troops cooperation to handle that than just one country? And even more, one country that is more interested in keeping its very own economic branch than fighting injustice?

There are a lot of reports from Human Rights Watch or Amnesty International stating the cruelty that is governing in Saudi-Arabia, we all know that. The reason why they can still go on doing what they always did? Because the western worlds is depending on them.

I do not think this is a complex case or that any other components have an effect on this. This is pure dependance on a country that has culturally not developed as much as we need it to.


Wer aufmerksam Nachrichten schaut, wird einigermaßen überrascht sein, so plötzlich etwas von Jemen, Aufstand, Bürgerkrieg und Saudi-Intervention zu hören. In den letzten Wochen beherrschten andere Themen die Medien. Das Interessante an diesem Krieg, der von einigen schon als “Stellvertreterkrieg” gehandelt wird, ist wie immer der wirtschaftliche Hintergrund.

Es könnte einen verwundern, dass Saudi-Arabien im Jemen unverzüglich eingreift und sich gar “auf einen langen Krieg einstimmt“. Bei der Bekämpfung von ISIS hielt sich das Land vehement zurück mit der Unterstützung. Das mag daran liegen, dass die Huthis in ihrer Religion nicht so ganz zu Saudi-Arabien passen, sie sind schiitische Zaiditen und nicht Sunniten, wie die Saudis. Aber vor allem streben die Huthis unter anderem die Kontrolle über die ölreiche Region Marib an. Das könnte für die Saudis den Ausschlag gegeben haben, doch mal ein paar Truppen zu organisieren. Und niemand hindert sie daran.

Die Huthis sind Rebellen, sie töten Menschen und halten ihren Teil der angestrebten Vereinbarungen nicht ein und müssen bekämpft werden, bevor sie sich schleichend und ohne, dass sie es selbst wissen, zu einer Terrorgruppe verwandeln, die das ganze Land regiert. Besser wäre aber ein Eingriff der Nato, der UN oder einer Allianz an Truppen, nicht von einem einzelnen Land, das sich nicht um die Sache schert, sondern um den eigenen Einfluss im von ihm gepachteten Wirtschaftszweig.

Ich könnte hier etliche Links von Human Rights Watch, Amnesty International und Ähnlichen über den Status von Menschenrechten in Saudi-Arabien anführen, aber das wissen wir ja alles schon. Warum darf sich Saudi-Arabien trotzdem weiterhin die Welt machen, wie sie ihm gefällt? Weil wir, so wie viele andere westlich-zivilisierte Länder der Welt von Saudi-Arabien profitieren:

Saudi-Arabien war dank der hohen Öleinnahmen in der Lage, deutsche Produkte und Dienstleistungen in nennenswertem Umfang einzuführen, und tat dies auch mit steigender Tendenz. 2013 betrug das bilaterale Handelsvolumen ca. 11 Mrd. Euro, etwa soviel wie im Vorjahreszeitraum.

Das ist kein komplexer Fall von Außenpolitik, es gibt auch keine anderen nennenswerten Komponenten, die noch mitspielen und all diesen Floskeln, die wir Politiker immer sagen hören. Es geht hier um wirtschaftliche Abhängigkeit von einem Land, das kulturell noch nicht bei dem Status ist, der nötig ist.

source: http://ivn.us/wp-content/uploads/2015/03/israel-palestine.jpg?9bac72

Is there any solution at all? – Gibt es überhaupt eine Lösung für dieses Dilemma?

It is a frightening to see how aggressive bloggers act in verbal conflicts throughout Europe. It is okay to yell sometimes, because a passionate dispute demands that. But sometimes I feel like bloggers have an opinion well in advance and they push their writing into a path that leads to this opinion. Rather than collecting and writing as long as they have an opinion  well-founded and justified.

An example is the conflict for the right to exist of Palestine and the right for Israel’s political actions. Both sides claim the other wants them dead. The more one reads about that conflict the greater the confusion grows. Because every proof one side provides is debilitated by another from the other side.

Is the Jewish People allowed to refer to World War II and a diaspora for decades when constituting a claim to Israel? Are Arabic People allowed to constitute the same claim with referrence to coups and government chances for decades? Does Europe own a joint guild because it was allied countries that boosted wars in that region by occupation of the region? Is anyone allowed to constitute regional claim because of religious scriptures regarding that we live in a modern and secular world? Is there any solution at all?


Es erschreckt, wie aggressiv die Argumentation im verbalen Konflikt auf dem europäischen Kontinent ist. Dass geflucht wird, wenn es emotional zugeht, ist menschlich und nicht verwerflich – schließlich schreibt man auch mit Herzblut, das kochen darf. Aber manchmal wird auch beim Bloggen nicht über das Schreiben der Weg zum Faktenziel gefunden, sondern das Faktenziel, das man gerne hätte, wird herbeigeschrieben.

Der Streit um die Existenzberechtigung von Palästina und die Berechtigung der politischen Handlungen von Israel ist ein Beispiel dafür. Beide Seiten behaupten, die andere wolle ihnen Böses, am besten den Tod. Je mehr man über diesen Streit liest, desto verwirrter wird man, weil es für jeden Beweis der Tragödie auf der einen Seite einen Gegenbeweis für eine Tragödie auf der anderen Seite gibt.

Wie weit können Juden mit Verweis auf den zweiten Weltkrieg und jahrhundertelange Diaspora einen Anspruch auf einen Fleck Erde haben? Inwiefern dürfen arabische Völker, die etliche Regierungsstürze miterlebt haben, auf diesen Flecken Erde als ihre Heimat pochen? Inwiefern ist Europa mitschuldig an diesem Konflikt, weil es alliierte Mächte waren, die Besatzungen und daraus resultierende Kriege gefördert haben? Darf man sich in einer der Moderne entgegenstrebenden Gesellschaft, die vom weltweiten Kapitalismus profitieren will, überhaupt auf regionale Ansprüche, die in religiösen Schriften begründet sind, verlassen? Gibt es eine Lösung für dieses Dilemma?

Origins – A wie Anfang

My childhood was perfectly peaceful and quiet. No big wars, no economic desasters, not even unemployment or wrong friends shaded the bright days I can remember. This was until September 11 2011 happened. This was the worst event I had ever medially experienced. And it thus became the only true interest I ever pursued. Continue reading